No Shame - Ironing Day
Geschrieben von [sb]   

Skandinavien also mal wieder. Aus dem südwestlichen Teil Finnlands stammen die vier Jungs von No Shame, die mit ihrem soeben veröffentlichten Album Ironing Day nun auch hierzulande mal etwas stärker vertreten sein wollen. In Finnland haben sich die Herrschaften, nicht zuletzt dank zahlreicher Touren und bereits 4 Langspielern, einen beachtlichen Namen erspielt. Was das neue Baby so kann hat? Schaun mer Mal.

ImageMusikalisch gehen No Shame erst einmal ganz klar in die Punkrock-Richtung. Der Mythos besagt, dass sich die Band nach dem gemeinsamen Hören der Social Distortion-Platte White heat, white life, white trash im Jahre 1996 dazu entschlossen hat, einmal gemeinsam Gas zu geben. Von Social Distortion hört man allerdings nur verzweifelt etwas aus der Musik heraus, vielmehr gehen die 12 Tracks verstärkt in Richtung Anti-Flag und vielleicht ein wenig Propaghandi.

 

 

Zuerst war ich skeptisch, ob sich mir wieder eine der unzähligen Standardpunkbands um die Ohren gejagt werden würde – Songtitel wie „Better drunk than part of the machine“ oder „Fuck the system“ ließen die Alarmglocken bimmeln - aber nach dem ersten Durchlauf war klar: Hier gibt’s mehr als nur 08/15-Schrammelbammel von der Tanke. Vielmehr zeigen sich No Shame im Großen und Ganzen sehr wandelbar, gelungen musikalisch und bewegen sich hinsichtlich der Songlänge stets rund um die 3-Minuten-Marke.

Letztendlich eine durchaus gelungene Scheibe, die einem da aus Finnland serviert wird. Schön angepisster, moderner Punkrock, dem man seinen musikalischen Anspruch durchaus nicht absprechen kann. Ob es hier in Deutschland mit Album Nummer 5 klappt, ist schwer zu sagen. Aber im April sind die Nordlichter auch in hiesigen Clubs unterwegs, wobei sich allein deshalb schon ein Blick auf die Webpräsenz der Jungs lohnen dürfte.

Tracklist:

1. Better drunk than part of the machine
2. Born in submission
3. Empty promises
4. Faceless life
5. Light of my life
6. Message
7. Tenderized
8. Like a bullet
9. One by one
10.Time
11. Rock'n'roll overdose
12. Fuck the system

Homepage der Band

VÖ: 05.02.2010

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